Pflanzen wachsen still vor sich hin? Nichts falscher als das! In Wirklichkeit reden sie miteinander, streiten sich, kämpfen um ihr Territorium - und verbrüdern sich wenn nötig mit ihren Verwandten. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN (Ausgabe 04/2010 ab heute im Handel) in der aktuellen Ausgabe berichtet, glauben manche Forscher, dass Pflanzen eine eigene Intelligenz besitzen.
Mit jeder entsprechenden Erkenntnis schrumpft der Unterschied zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Ein eindruckvolles Beispiel liefert die Venusfliegenfalle, die bekannteste fleischfressende Pflanze: Sobald ein Insekt eines der Härchen am Blattrand berührt, macht sich ein elektrisches Signal mit einer Geschwindigkeit von zehn Zentimetern pro Sekunde auf den Weg. Zum Vergleich: Menschliche Nerven bringen es in derselben Zeit auf bis zu 120 Meter. Ist der Reiz an der Blattmittelrippe angekommen, wo der Klappmotor sitzt, schnappt die Falle zu, und das Blatt umschließt seine Beute.
Erstaunlich ist dabei, dass der Mechanismus erst anspringt, wenn die Härchen zweimal innerhalb von 40 Sekunden stimuliert wurden. So vermeidet es die Venusfliegenfalle, Energie zu vergeuden. Sie verfügt also über eine Datenverarbeitung, eine Art von Intelligenz. Fällt sie trotzdem mal auf einen falschen Reiz herein, öffnet sie das Blatt spätestens nach einer halben Stunde wieder, weil die Nahrung ausbleibt. Die Pflanze hat zwar eine lange Leitung, reagiert aber ziemlich clever.
WUNDERWELT WISSEN, bislang mit einer Erscheinungsfrequenz von sechs Heften pro Jahr im Markt, erscheint ab 27. August 2010 monatlich.
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